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Neustart

Als bodo Mitte März den Vertrieb einstellte, konnte niemand absehen, ob und wie es weitergehen würde. Wir produzierten zwar ein Aprilheft, wussten aber nicht, ob es je auf der Straße erhältlich sein würde. Stattdessen stellten wir fast vollständig auf Nothilfe um und versorgten unsere VerkäuferInnen und andere Wohnungslose mit Supermarktgutscheinen und dem Nötigsten für die Zeit der heruntergefahrenen Infrastrukturen. Nun sind wir wieder auf der Straße, wir machen Hygieneschulungen mit unseren VerkäuferInnen, verteilen regelmäßig Masken und sind weiterhin für diejenigen da, die die letzten Wochen auf der Straße meistern mussten. Und wir kehren, zumindest bis auf Weiteres, zu unseren alten Öffnungszeiten zurück.

Unterwegs, wo es nötig ist

Wer draußen lebt, ist von der Corona-Krise besonders hart getroffen. Ohne Wohnung zu sein bedeutet, ohne Schutz zu sein, nicht „zuhause bleiben“ zu können, bis die Krise vorbei ist. Auch unsere „Kaffee & Knifte“-Versorgungstouren in Bochum und Dortmund können wegen des Kontakt- und Ansammlungsverbotes gerade nicht so stattfinden, wie wir es gewohnt sind und wie es eigentlich nötig wäre.
Trotzdem bleiben wir, auch auf der Straße. Mit unserem bodo-roten „Kaffee & Knifte“-Wagen sind wir, allein oder in festen Zweier-Teams, unterwegs und versorgen Menschen, die auf der Straße leben, mit dem Nötigsten; etwas zu essen und Trinkwasser, Gesichtsmasken, Desinfektionsmittel, und Einkaufsgutscheine.

Baltz für bodo

Um umweltschädlichen Plastikmüll zu vermeiden, bittet das Bochumer Modeunternehmen Baltz um 20 Cent pro Tüte, spendet aber die Einnahmen an gemeinnützige Organisationen. Alle Einnahmen des ersten Halbjahrs 2019 gingen an bodo. Noch besser: An bodo spenden konnte man an den Kassen in allen drei Baltz-Häusern auch, wenn man eine wiederverwendbare Tasche kaufte oder bereits dabei hatte. Insgesamt kamen dabei fast 4.100 Euro zusammen!

Die Straße ist kein Zuhause

Marion und Tom verkaufen das Straßenmagazin. Als sie zu uns kamen, lebten sie auf der Straße. Vor wenigen Wochen konnten wir beide in dem von uns mitbetreuten Wohnprojekt unterbringen. Hier kam auch Hans unter. Noch Anfang des Jahres schlief er in der Nähe des Dortmunder U. Inzwischen lebt er in einer kleinen Wohnung mit eigenem Mietvertrag. Wir betreuen ihn weiter.