Menu Close

46.000-fache Hilfe

Der Plan war ehrgeizig: ein Großzelt in der Innenstadt, in dem im Winter rund 500 Menschen pro
Tag zweimal im Trockenen und Warmen essen können; aufgestellt von der Stadt Dortmund, orga-
nisiert vom Gast-Haus, der Kana Suppenküche, dem Team Wärmebus und bodo und gestemmt von Hunderten Ehrenamtlichen. Nach drei Monaten lässt sich sagen: Er hat funktioniert.

„Die Leute kommen zur Ruhe“

Warum nicht Hotels? Was außerhalb von Corona etwas absurd klingen mochte, ist in der Pandemie seltsam realistisch und pragmatisch geworden: Die Unterbringung von Obdachlosen in leerstehenden Hotelzimmern könnte zumindest kurzfristig Menschen von der Straße holen und würde den krisengeplagten Hotels Einnahmen verschaffen. In Dortmund haben bodo, das Gast-Haus und das Team Wärmebus im Januar ein Modellprojekt gestartet – und überraschend schnell Erfolge bemerkt.

Hilfe in der Not

Corona hat die ohnehin prekäre Situation von Wohnungslosen weiter verschärft. Der Winter ist eine anstrengende, gefährliche Zeit. Im Verbund mit anderen Einrichtungen haben wir Angebote geschaffen; an sechs Tagen in der Woche sind wir in den Innenstädten von Bochum und Dortmund unterwegs und versorgen Menschen auf der Straße mit warmen Getränken, etwas zu Essen und Nötigem. Ein Überblick.

Was wir tun: Ein Hygienezentrum für Wohnungslose

Was mit dem Beginn der Pandemie sofort sichtbar wurde: dass mit der Schließung der meisten Einrichtungen, Cafés, Bürgerbüros und Einkaufszentren auch Orte elementarer Bedürfnisse weggefallen sind – Duschen und zugängliche Toiletten. In einem Gemeinschaftsprojekt mit anderen Einrichtungen haben wir unter dem Dach des Paritätischen in einer städtischen Immobilie in der Dortmunder Innenstadt ein temporäres Hygienezentrum installiert, in dem Menschen ohne Wohnung dreimal in der Woche kostenlos duschen können.

bodo kontaktlos

Der Verkauf des Straßenmagazins lebt von Kontakten, positiven Begegnungen, auch Nähe – eigentlich. In der Pandemie heißt das: unseren VerkäuferInnen ihre Tätigkeit zu ermöglichen und sie und ihre KundInnen gleichermaßen zu schützen. Wir statten unsere Verkaufenden mit FFP-2-Masken und Handschuhen aus, außerdem ist der Kauf des Straßenmagazins jetzt völlig kontaktlos möglich.

Petition: Öffnet die Hotels!

n großen wie kleinen Städten ist die Verelendung obdachloser Menschen so sichtbar geworden wie nie zuvor. Während alle aufgerufen sind, zu Hause zu bleiben, haben Obdachlose kein Zuhause, in dem sie sich schützen können. 13 soziale Straßenzeitungen in Deutschland wenden sich nun mit einer Petition an die MinisterpräsidentInnen der Bundesländer und Regierenden OberbürgermeisterInnen und fordern: Öffnet die Hotels für Obdachlose!