Menu Close

Die Mai-bodo

Das Straßenmagazin im Mai mit Danger Dan, Nesrin Tanç, Olaf Scholz, Susanne Hüttemeister und Jochen Malmsheimer. Außerdem: MieterInnenkämpfe in Witten, Spieleentwickler in der Pandemie, das Mittelalter in Wellinghofen, Kunst und Klima am Silbersee.

Danger Dan alias Daniel Pongratz hat nach mehreren Top-Ten-Platten mit seiner Band „Antilopen Gang“ sein zweites Soloalbum „Das ist alles von der Kunstfreiheit gedeckt“ aufgenommen. Ein Gespräch über Lebenstraumata, Verschwörungserzählungen und eine solidarische Gesellschaft.

Als die „Gastarbeiter“ kamen, brachten sie ihre Literatur mit. Im Ruhrgebiet entstanden dann zahlreiche Werke, die die Kulturgeschichte Deutschlands und der Türkei verbinden. Die Duisburger Literaturwissenschaftlerin Nesrin Tanç will dieses literarische Erbe bewahren.

In der Interviewreihe der deutschen Straßenzeitungen vor der Bundestagswahl stellt sich im Mai der amtierende Vizekanzler, Finanzminister und SPD-Spitzenkandidat Olaf Scholz den Fragen zur Ausbeutung von ArbeitsmigrantInnen, zur Bekämpfung von Obdachlosigkeit, zu Bürgergeld und Recht auf Arbeit.

Kampf ums Wohnen: Seit mehr als zwei Jahren wehren sich AnwohnerInnen der City-Passage in Witten gegen horrende Geldforderungen ihres Vermieters. Dieser stellte den MieterInnen der Sozialwohnungen nicht nur hohe Betriebskosten-Nachzahlungen in Rechnung, sondern erhöhte auch die Miete – rückwirkend.

Die Spielebranche verzeichnet in Corona-Zeiten einen Boom. An der Basis der Fans, kleinen Läden und Entwickler geht der jedoch eher vorbei. Die Community lebt eigentlich vom direkten Miteinander. Ein Treffen.

In einem gut halbstündigen Podcast-Format sind Prof. Susanne Hüttemeister, Direktorin des Bochumer Planetariums und erprobte Vermittlerin von Weltallwissen, und Jochen Malmsheimer, wortgewaltiger Kabarettist und belesener Astronomie-Laie, nun plaudernd durchs All unterwegs.

Geschichte vor der Haustür: Das beschauliche Wellinghofen im Dortmunder Süden war im Mittelalter kultureller Knotenpunkt, lange vor Hörde Zentrum und prominenter Handlungsort in den Sagen der Region. Ein Besuch in der Alten Kirche aus dem 12. Jahrhundert.

Vom 8. Mai bis zum 27. Juni wird das nördliche Ruhrgebiet zum Austragungsort für das „Ruhr Ding: Klima“. In Gelsenkirchen, Herne, Recklinghausen und in Haltern am See gruppieren sich 22 Kunstprojekte zu einer städteübergreifenden Ausstellung.

Außerdem: Nothilfe im Corona-Sommer, Zwangsräumungen in der Pandemie, Nach dem Mietendeckel, Was sehen Farbenblinde?, Obdachlose und Impfungen sowie der kommentierte Kulturlandschaftskalender.