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Netzwerk „arm in Arm“ fordert Stadt zum Bau von bezahlbarem Wohnraum auf

In der Holtestraße in Lütgendortmund entstehen 90 Wohnungen in kommunaler Hand.

Angesichts nicht abgerufener Fördergelder für den sozialen Wohnungsbau in Millionenhöhe sieht das Netzwerk „arm_in_Arm“, dem auch der bodo e.V. angehört, die Stadt in der Pflicht, die angespannte Lage auf dem Dortmunder Wohnungsmarkt durch eigene Projekte zu entschärfen.

„In Dortmund fehlt es an privaten Investoren für geförderten Wohnraum, deshalb muss die Stadt selbst aktiv werden. 250 bis 500 geförderte Wohnungen pro Jahr durch DOGEWO 21 oder die Dortmunder Stadtentwicklungsgesellschaft sollten möglich sein“, so das Netzwerk „arm_in_Arm“ in einer gemeinsamen Erklärung.

Im Rahmen der gemeinsamen Aktivitäten des Bündnisses „Wir wollen wohnen“ im Frühjahr dieses Jahres wurde bemängelt, dass nach Berechnungen der Hans-Böckler-Stiftung rund 32.000 bezahlbare Wohnungen in Dortmund fehlen. Die Stadt setzt nach Ansicht des Netzwerkes zu sehr auf die Bautätigkeit privater Investoren, was sich nun rächt.

Netzwerk „arm_in_Arm“: „Der kommunale Wohnungsbau hat eine Steuerungsfunktion für den Markt und ist wichtig, um der sozialen Spaltung und Steigerung des Armutsrisikos der Bürgerinnen und Bürger entgegenzuwirken. Es gehört zur öffentlichen Daseinsvorsorge, bezahlbaren Wohnraum anzubieten und dies muss jetzt mit konkreten Projekten, wie zum Beispiel geschehen an der Holtestraße in Lütgendortmund, auf den Weg gebracht werden.“